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500 g Weizenschrot
250 g Roggenschrot
200 g Sonnenblumenkerne
100 g Sesam; oder Leinsamen
500 g Weizenmehl
1 l Buttermilch
2 pk Hefe
1 ct Rübenkraut
1 ts ;Salz
* QUELLE
-- Nach: Westfälisches
-- Pumpernickel-Buch
-- Alte und neue Rezepte
-- rund um das westfälische
-- Bauern-Schwarzbrot
-- Elisabeth Schulte Huxel
-- Werner Bockholt
-- Warendorf 1994
-- ISBN 3-87716-894-9
-- Gepostet: Herbert Schmitt
-- 10.02.1995
Zubereitung weiter unten
Herbert Schmitt: Kaum ein Brot ist so weit über die Grenzen seines
Herkunftsgebebietes hinaus so bekannt geworden wie das Pumpernickel, jenes
schwarze Brot aus dem Herzen Westfalens. Man liebt es oder schüttelt sich
und bedauert die armen Menschen, die es essen.
So schrieb 1556 der niederländische Humanist Justus Lipsius, wenig angetan
über das westfälische Pumpernickel: "Wenn du die Farbe, das Gewicht, die
ganze Gestalt gesehen hättest, Du hättest es abgeschworen, dass es Brot sei.
Es ist schwarz, grob, herbe und zu Klötzen von vier oder fast fünf Fuß Länge
geformt, die ich nicht hätte aufheben können. Armes Volk, das seine eigene
Erde essen muss!" Aber auch Voltaire sprach von "einem harten, klebrigen
Stein".
Konnte es weiland Lieselotte es am Hofe des Sonnenkönigs kaum abwarten, dass
der Pummpernickelnachschub den Weg nach Versailles fand, verstieg sich der
Spötter Georg Christoph Lichtenberg zu einer solch bösartigen Verleumdung
gegen das Westfalengold, dass wir ihm wünschen möchten, dass er bis zum
jüngsten Gericht täglich trockenes Pumpernickel beißen müsste, beschrieb er
seine Begegnung mit dem Pumpernickel auf folgende Weise:
" ... es ist beinahe, als wenn man das liebe Korn roh aesse. Ich habe es oft
versucht und ließ mir ein Stück geben, das etwa 20 Bauernbissen enthalten
mochte. Ich biss etwas mit einer ernsthaften Miene ab. Sollst Du das Brot,
so wie es Gott geschaffen hat, nicht essen können, das Brot, das den
hiesigen Bauermädchen die schöne Haut, die Munterkeit und das feste Fleisch
gibt? sage ich und fing an, es mit meinen Zähnen zu mahlen, denn das fehlt
ihm. Ich kaute fort, es war entsetzlich. Zuweilen geriet ich über dem Kauen
in ein Lachen und gab die neunzehneinhalb Bissen den Pferden, zuweilen
machte andächtige Betrachtungen: Was muss das für ein Gott sein, der
Mädchenfleisch aus diesen Sägespänen macht!"
Soweit Lichtenberg. Vergessen wir rasch die Sägespäne und erinnern wir uns
nur an die Wirkung die schöne Haut der Mädchen betreffend. Mag es jeder
selbst überprüfen und das Brot nachbacken.
Weizenschrot, Roggenschrot, Sonnenblumenkerne, Sesam und Weizenmehl in einer
großen Schüssel mischen.
Buttermilch langsam (und nur lauwarm) erwärmen. Hefe, Rübenkraut und Salz
unter ständigem Rühren hinzufügen.
Erwärmte Buttermilch über das Körnergemisch geben und beides vermengen.
Menge in eine gefettete und mit Mehl bestäubte Kastenform geben.
2 3/4 Stunden im Heißluftherd bei 130 Grad Celsius backen. Anschließend mit
Alufolie abdecken und 2 weitere Stunden im abgeschalteten Herd stehen lassen.
Rezept: Puderzuckerglasur
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