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100 g Mehl
200 g Butter
350 g Zucker
500 g Rosinen
250 g Getrocknete Feigen
250 g Orangeat
200 g Mandeln
42 g Hefe
2 tb Honig
1 pn Zimt
1 pn Nelkenpulver
4 Eier
150 ml Milch
Fett; für die Form
Eigelb; zum Bestreichen
* QUELLE
-- Nach: Giovanna Mazzoni
-- Mailand
-- Erfasst von Rene Gagnaux
Zubereitung weiter unten
Der berühmte Mailänder Weihnachtskuchen geht auf eine lange Tradition
zurück. Am Weihnachtsabend backte man drei große Brote ("panattun" im
Dialekt der Stadt). Der Hausherr, gleich ob Herzog, Grundbesitzer oder
Handwerker, beaufsichtigte die Brotherstellung persönlich, denn bevor das
Brot in den Backofen kam, ritzte er mit einem Messer das Kreuzzeichen als
Segenszeichen in das Brot. Dieses Kreuz sehen Sie auch heute noch auf jedem
Panettone. Wenn sich die Familie schließlich zur Weihnachtsfeier
versammelte, bekam jedes Mitglied eine Scheibe davon, denn sie brachte Glück
und Wohlstand im kommenden Jahr.
Aber der Panettone kann noch mehr: Es war lange Zeit Sitte, eine Scheibe
davon bis zum Sankt-Blasius-Tag aufzuheben. Der heilige Blasius ist nämlich
für Halskrankheiten zuständig, und wenn man an seinem Ehrentag eine Scheibe
Panettone isst, ist man dagegen gefeit. Heute sorgen viele Bäckereien dafür,
dass dieser Brauch nicht ausstirbt. Am 3. Februar verkaufen sie übrig
gebliebene Panettone zum halben Preis. Und wehe, Sie bekommen dann noch
Halsschmerzen!
Nun, das Rezept: In einer großen Schüssel alle Zutaten bis auf die Milch
vermengen. Dann den Teig zu einem Vulkan aufhäufen, mit einem Krater in der
Mitte. In diesen Krater ganz langsam die lauwarme Milch gießen. Sobald sie
zerlaufen ist, alle Zutaten nochmals sehr kräftig verkneten. Dann den Teig
in mehrere Portionen zerteilen und zu runden Laiben oder ovalen Wecken
formen. Auf ein gefettetes Backblech setzen, mit dem Eigelb bestreichen und
zwei Stunden bei 150 Grad backen.
Mit diesem Rezept erhält man die früher üblichen Brotlaibe oder Wecken,
nicht aber den hohen Kuchen, den man aus vielen Geschäften kennt. Dazu
benötigt man einen anderen Hefeteig (vgl. das Rezept für die Colomba) und
eine spezielle Form, die mit geöltem Pergamentpapier ausgekleidet wird.
Rezept: Panettone #1
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