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500 g Weizenmehl
40 g Hefe
150 g Butter
3 Eier
120 g Zucker
1 pn Salz
60 g Rosinen
60 g Zitronat
60 g Orangeat
Fett; fürs Blech
Mandeln; zum Dekorieren
Hagelzucker; zum Dekorieren
Eigelb; zum Bepilzseln
* QUELLE
-- Nach:Giuseppina Bassanini
-- Da Pina, Borghetto
-- Erfasst von Rene Gagnaux
Zubereitung weiter unten
Um die Entstehung dieses traditionellen Osterkuchens ranken sich zahlreiche
Legenden, von denen eine bereits auf die Langobardenzeit zurückgeht.
Der gefürchtete Alboin hatte die Stadt Pavia nach einer langen und
auszehrenden Belagerung endlich zum Aufgeben gezwungen. Als Rache für den
hartnäckigen Widerstand sollte die Stadt dem Erdboden gleichgemacht und ihre
Bewohner einzeln aufgespießt werden.
Die Pavesen suchten ihr Heil in der Kirche, und tatsächlich, wie durch ein
Wunder, stürzte Alboin vom Pferd, das sich wie wild gebärdete. Da wurde er
so wütend, dass er seinen furchtbaren Befehl bekräftigte und darüber hinaus
die zwölf schönsten Mädchen der Stadt auf sein Schloss bringen ließ. Das
schönste Mädchen der Stadt machte sich daraufhin auf und fütterte Alboins
Pferd mit einem Kuchen in Form einer Taube. Das Pferd bäumte sich einmal
auf, schüttelte sich und wurde ganz zahm. Dann trug es den beschämten Alboin
in die Stadt, der allen Einwohnern das Leben und die Freiheit schenkte.
Pavia machte er zur Hauptstadt des Langobardenreichs.
Seither steht der taubenförmige Kuchen für Frieden und wird deshalb an
Ostern gegessen.
Die Hälfte des Mehls in eine Schüssel häufen und in der Mitte eine
Vertiefung bilden, in die die zerbröckelte Hefe und ein wenig lauwarmes
Wasser gegeben wird. Die Zutaten vorsichtig vermengen und dann an einem
geschützten Ort eine Stunde gehen lassen.
Wenn der Teig sein Volumen verdoppelt hat, das restliche Mehl einkneten,
ebenso die zerlassene Butter und die Eier, die zuvor in einer Schüssel
verquirlt worden sind. Nun kommen noch Zucker und Salz dazu. Den Teig
kräftig mit den Händen durchkneten, bis er sich trocken von der Schüsselwand
löst. Dann mit einem Tuch abdecken und wieder an einem geschützten Ort gehen
lassen.
Nach einer knappen Stunde die Rosinen sowie das fein gewürfelte Zitronat und
Orangeat einarbeiten. Den Teig nun auf ein gefettetes Backblech setzen und
ihn mit etwas bildhauerischem Geschick zu einer Taube formen. Zwei Rosinen
werden an die Stelle der Augen gesetzt.
Ofen auf 200 oC vorheizen.
Die Mandeln kurz mit heißem Wasser überbrühen, häuten und in glatten Hälften
teilen. Mit diesen Mandelhälften wird der Taube auf den Flügeln ein
"Federkleid" gemacht. Nun die Colomba mit Eigelb bestreichen und mit
Hagelzucker bestreuen.
In den heißen Backofen schieben und in 45 Minuten backen, bis sie goldbraun
ist. (nach zehn Minuten die Temperatur auf 180 oC reduzieren)
Nach dem gleichen Rezept wird auch der berühmte Panetonne, der Mailänder
Weihnachtskuchen, zubereitet. Allerdings benötigt man zum Backen eine
spezielle Form, damit er seine typische Form erhält.
Rezept: Osterhasen
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F. Schaefer© 2004-2012 Backrezepte von Backen24
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